Arbeit neu erfinden.

Überall da, wo jemand tätig werden möchte, entsteht Arbeit. Der Impuls dazu kann von außen oder von innen kommen. Es darf nicht sein, dass wir uns zu einer Gesellschaft entwickeln, in der nur mehr ein Teil der Bevölkerung „arbeitet“.

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Auf lange Sicht wird sich das Gesicht der Arbeit verändern. Der hochindustrialisierten Gesellschaft geht durch Verlagerung vieler Arbeitszweige in Länder mit geringerem Lohnniveau und durch Rationalisierung und Automatisierung die Arbeit aus. Gemeint ist hier natürlich die bezahlte Arbeit, denn die sinnvolle Arbeit ist unerschöpflich. Sei es im Bereich der Dienstleistungen, der Hilfe, des kreativen Schaffens, des Lernens. Überall da, wo jemand tätig werden möchte, entsteht Arbeit. Der Impuls dazu kann von außen oder von innen kommen. Das heißt, es kann sich um eine äußere Notwendigkeit handeln, wenn zum Beispiel jemand Hilfe braucht oder verseuchte Umwelt „repariert“ werden muss. Oder eine innere Notwendigkeit wie der Wunsch und Drang, sich ein handwerkliches Vermögen wie das Tischlern anzueignen (und dann das benötigte neue Bett selbst zu bauen) oder die Freude daran, eine vorhandene Fähigkeit auch einzusetzen (wenn jemand gut organisieren kann möchte er/sie das auch von Zeit zu Zeit beweisen und die Fähigkeit sogar noch weiter ausbauen, auf immer neue Bereiche anwenden). Jedenfalls gibt es sinnvolle Arbeit genug und es darf nicht hingenommen werden, dass wir uns zu einer Gesellschaft entwickeln, in der nur mehr ein Teil der Bevölkerung „arbeitet“ (nämlich im Sinne einer bezahlten Erwerbsarbeit). Unser System der Arbeit muss insgesamt dringend umgebaut werden. Tätig sein wird in einer zukünftigen Organisation der Arbeit mehr mit dem zusammenhängen müssen und davon motiviert sein, was Leute wirklich machen wollen, wofür sie ihre Energien einsetzen und wie sie ihre produktive Kraft genießen wollen. In diese Richtung wollen wir experimentieren.

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