Das eigene Sein und Tun sichtbar machen. Anerkennung dafür fordern.

Dem Gerede, Arbeitslose würden „nichts tun und der Gesellschaft nur auf der Tasche liegen“, sie seien faul und würden sich nicht genug anstrengen, muss offensiv widersprochen werden. Jede/r „Arbeitslose“ ist auf vielfache Weise sinnvoll tätig.

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Wer gerade nicht in der Erwerbsarbeit steht, hat meist darunter zu leiden, dass er jene Anerkennung verliert, die die Gesellschaft denen erweist, die „Arbeit“ (in diesem Fall = Erwerbsarbeit) haben. Denn dies gilt immer noch als die Norm. Wer keine Erwerbsarbeit hat fällt heraus. Er oder sie mag privat, zu Hause bei sich noch so viel arbeiten: dies wird nicht als „echte“ Arbeit anerkannt. Da diese Arbeit keinem äußeren Befehl und keiner Kontrolle untersteht, da sie nicht für einen Markt erbracht wird, da sie nicht für einen Betrieb oder eine Firma geleistet wird, da es keinen monatlichen Gehaltszettel dafür gibt etc. gilt dies nicht als „echte“ Arbeit. Auch dann nicht, wenn jemand bei sich zu Hause dieselben Dinge verrichtet wie eine bezahlte Haushaltshilfe im Nebenhaus. Es ist eben „nur privat“. Deshalb ist es enorm wichtig, dass das sinnvoll Tätig-Werden in gemeinsamen Initiativen jenseits des Arbeitsmarktes auch dokumentiert und sichtbar gemacht wird, dass es dargestellt und repräsentiert wird, dass über die Projekte gesprochen wird, dass es als gleichwertige Arbeit in die Lebensläufe aufgenommen wird. In Wirklichkeit werden hier nämlich nicht rein private Interessen befriedigt, sondern es ist Arbeit, in der die Einzelnen über sich hinausgehen und von der auch die Allgemeinheit profitiert. Dem Ressentiment, Arbeitslose würden „nichts tun und der Gesellschaft nur auf der Tasche liegen“, sie seien faul und würden sich nicht genug anstrengen, muss offensiv widersprochen werden. Jede/r „Arbeitslose“ ist auf vielfache Weise sinnvoll tätig. Mit den Projekten im Rahmen von sinnvoll tätig sein soll dies nachdrücklich nach außen sichtbar gemacht werden. Wir fordern berechtigte gesellschaftliche Anerkennung für diese Tätigkeiten und verschaffen den einzelnen Projekten die dafür nötige Öffentlichkeit.

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