Unsere Zeit gehört uns.

Sie ist so etwas wie ein „Rohstoff“, über den jede/r einzelne nach seinen Wünschen und Bedürfnissen verfügen darf. Sinnvoll und selbstbestimmt tätig sein bedeutet, den Rohstoff Zeit selbstbewusst für eigene bzw. gemeinsame Ziele einzusetzen.

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Seit unserer Kindheit haben wir gelernt, dass Zeit für alle möglichen Dinge verwendet werden soll: Kinder müssen auch mal Aufräumen und den Eltern helfen, sich im Kindergarten zurechtfinden, zu bestimmten Zeiten etwas essen und abends die Zähne putzen. Aber sie verfügen über größere „Freiräume“ als die meisten Erwachsenen. Die Zeit des erwachsenen Bürgers, der Bürgerin, wird für viele Dinge „beansprucht“. Einer der größten Brocken ist „die Arbeit“ – gemeint ist damit die Notwendigkeit, sehr viel Zeit dafür aufzuwenden, sich ein Einkommen zu verschaffen. Es gibt also viele äußere Zwänge, was mit unserer Zeit „zu geschehen hat“. Es darf aber demgegenüber darauf bestanden werden, dass die Zeit – seine Zeit, ihre Zeit – jedem und jeder einzelnen gehört. Er/Sie bestimmt, was er/sie damit anfangen möchte. Dies ist gerade für Zeiten zu fordern, wo man nicht im Erwerbsleben steht. Die Zeit gehört zu dem Kostbarsten das wir haben. Sie könnte mit einem Guthaben auf einem Konto verglichen werden: es ist ja eine Freude, sich zu überlegen, wofür eine vorhandene Geldsumme ausgegeben werden könnte. Mit der Zeit ist es vergleichbar. Mit einem Unterschied: sie „aufzusparen“ und mit dem eigenen Leben zu „warten“ – zum Beispiel so lange zu warten bis wieder bezahlte Arbeit greifbar ist – ist kein guter Anlagetipp. Die Zeit kann nicht aufgespart werden, aber sie kann mehr oder weniger sinnvoll eingesetzt werden.

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